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Täuferspuren Mennonitenkirche Worms-Ibersheim

Ein Raunen ging durch das Publikum, als die Informationstafel zur Mennonitenkirche Ibersheim am Sonntagabend in Worms-Ibersheim enthüllt wurde. War dieses Gebäude doch für die Geschichte des kleinen Vorortes von besonderer Bedeutung.
Wegen ihres täuferischen Glaubens Geflohene aus dem Kanton Bern in der Schweiz, gründeten um 1661 die Ibersheimer Mennonitengemeinde. Das Taufen von Erwachsenen, die Verweigerung von Eid und Kriegsdienst sowie die freie Wahl der Prediger waren Gründe für die Verfolgung in ihrem Heimatland. Kirche und Staat sollten ihrer Meinung nach getrennt sein. Das war für die damalige Zeit und den herrschenden Adel Grund genug für die gnadenlose Verfolgung der Täufer. Florian Lang koordinierte die Texte und Herstellung der Tafel.
Die Mennoniten als Nachfahren der Täufer konnten hier nur siedeln, da Ibersheim nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-48) zunächst völlig entvölkert war. Die Mennonitenkirche wurde als Mittelpunkt des Ortes 1836 erbaut. An derselben Stelle, auf dem Kirchplatz, stand bereits eine ältere Mennonitenkirche, die aus dem frühen 18. Jahrhundert stammte. 1836 wurde es durch die gesellschaftlichen Veränderungen möglich, die bis heute einzige Mennonitenkirche mit Glockenturm in Süddeutschland zu bauen. Die Kirche wird seit vielen Jahrzehnten auch von der evangelischen und der katholischen Gemeinde für Gottesdienste genutzt.


Die neue Informationstafel ist eine von vielen, die im Rahmen eines Täuferspurenprojektes in den kommenden Jahren zur Schau gestellt werden. Das Projekt soll über die wechselhafte Geschichte der Täufer an vielen Orten in Rheinhessen und der Pfalz aufmerksam machen. Täuferspuren, Gebäude und Orte mit historischer Bedeutung auf dem Weg der Glaubensflüchtlinge sollen so nachvollziehbar sein. In Baden-Württemberg war das Projekt bereits erfolgreich. Astrid von Schlachta erinnerte als Geschäftsführerin des Mennonitischen Geschichtsvereins an die erfolgreiche Projektgestaltung in Baden-Württemberg.
Eine erste Reaktion auf das erste Schild in Rheinhessen gab es schon. So schenkte ein älteres Paar aus Chemnitz der Mennonitengemeinde in Ibersheim eine Puppe und eine Keramikfigur eines Paares in traditioneller mennonitischer Kleidung. Die beiden Gegenstände stammen aus einer Mennonitengemeinde in Ontario, Kanada.
Nach der Enthüllung, die Walter Ellenberger durchführte und an der 60 interessierte Zuschauer und Gemeindemitglieder teilnahmen, fand in der Mennonitenkirche in Ibersheim ein Täuferliederkonzert statt. Das unter der Leitung von Volker Galle organisierte Konzert gehörte zur Reihe Wunderhören, die von historischem Lied- und Kulturgut handelt. Margit Zobetz freute sich als Ortsvorsteherin auch über diesen gelungenen Beitrag zum Dorfjubiläum. Die gesamte Veranstaltung fand anlässlich des 1250-jährigen Jubiläums von Worms-Ibersheim statt.

vom [08.06.2017]
Artikel vom [08.06.2017] von mennoniten-ibersheim.de

Mai 2017

Donnerstag  4. Mai   19.30 Uhr   Jugend mit Chris*

Sonntag     7. Mai   10.00 Uhr   Gottesdienst

Donnerstag  18. Mai   19.30 Uhr   Jugend mit Chris*

Sonntag     21. Mai   18.00 Uhr   Andacht mit Enthüllung
der Kirchentafel „Täuferspuren“ 19.00 Uhr   „Wunderhoeren 2017“
„Die Lieb ist kalt jetzt in der Welt“ Täuferlieder aus dem 16. Jhd.


Täuferlieder am 21. Mai – Herzliche Einladung

Die täuferische Bewegung des frühen 16. Jahrhunderts einte die Ablehnung der Säuglingstaufe. Man sollte sich frei zu Glauben und Gemeindemitgliedschaft entscheiden. Daher legte man auch besonderen Wert auf die Trennung von Kirche und Staat. In Worms sind täuferische Aktivitäten bereits in den 1520er Jahren bekannt. Die Ibersheimer Gemeinde entstand um 1660 durch Einwanderung aus dem Berner Land. Die Täufer wurden sowohl in katholischen wie evangelischen Territorien verfolgt.  Die Liedersammlung „Ausbund“ von 1570 zeigt die große Zahl an täuferischen Liedtexten. Ein großer Teil davon sind Märtyerlieder. Die Texte sind ohne Noten überliefert und wurden in den Gemeinden auf bekannte Melodien gesungen. Das Konzert präsentiert Täuferlieder und Instrumentalstücke, die überwiegend aus dem 16. Jahrhundert stammen, in neuer Bearbeitung.  Nach einer Einführung von Pastor Andreas Kohrn musizieren Volker Gallé (Gesang und Gitarre), ein Ensemble aus Bammental mit Aaron Kaufmann (Gitarre, Mandoline, Gesang), Wolfgang Krauß (Gitarre, Gesang) und Matthias Dyck (Geige, Gitarre) sowie Annette Bergholdt (Orgel) und Miriam Kohrn (Geige). Das Konzert ist zugleich ein Beitrag zum 1250-jährigen Ortsjubiläum von Ibersheim.  Der Eintritt ist frei, eine Spende ist möglich.

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.
Kol 4,6

Pastor: Andreas Kohrn, Bert-Brecht-Str. 42, 55128 Mainz, Tel. 06131 – 55 47 789 (neu!)
pastor.mennoniten-ibersheim@gmx.de

* Jugendreferent Christopher Blickensdörfer, 01575-1187611, Chris4Jugend@mennoniten.de

www.mennoniten-ibersheim.de

vom [27.03.2017]
Artikel vom [23.03.2017] von mennoniten-ibersheim.de

Ortsjubiläum Ibersheim


Ibersheim feiert in diesem Jahr sein 1250jähriges Jubiläum. Wir als Gemeinde beteiligen uns daran mit einigen Veranstaltungen. Zum Teil laden wir hierbei mit anderen Veranstaltern ein.

Die Gesamtkoordination des Jubiläumsjahres mit weiteren Veranstaltungen liegt bei der Ortsverwaltung.

Zu jeder Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.


Sonntag, 21. Mai 18.00 Uhr Andacht mit Enthüllung eines Informationsschildes an der Kirche im Rahmen der Aktion „Täuferspuren“

Sonntag, 21. Mai 19.00 Uhr Täuferliederabend

Freitag, 9. Juni 18.00 Uhr Ökumenisches Pfingstfest der Wormser christlichen Kirchen, anschließend Mitbringbuffet

Sonntag, 13. August 10.00 Uhr Gottesdienst, anschließend Grillfest

Sonntag, 20. August 9.30 Uhr Ökumenischer Kerbegottesdienst

Sonntag, 10. September nachmittags Tag des offenen Denkmals – Kirche offen, Ortsführung

Sonntag, 10. September 18.00 Uhr Ökumenischer Festgottesdienst zum Ortsjubiläum


Stand: 14. Februar 2017 – Änderungen vorbehalten

Andreas Kohrn

vom [20.02.2017]
Artikel vom [20.02.2017] von mennoniten-ibersheim.de
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